2020-Jahresrückblick

Das Jahr 2020 war geprägt oder überschattet von der durch Covid-19 ausgelösten Corona-Pandemie.

Dabei fing es so gut an.
Es gab Pläne für schöne Reisen
– 4 1/2 Wochen segeln von Kiel nach Tallinn (Estland)
– 2 Wochen segeln von Vaasa (Finnland) nach Lulea (Schweden)
– 5 Tage Youngtimer Rallye
– 1 Woche in den Süden, Sonne tanken

Am 08.02.2020 -Corona war noch weit weg- waren wir in Neumünster bei „Schleswig-Holstein singt“.
Ein Chorleiter, ein Orchester und 3.500 Menschen haben gemeinsam gesungen!Das war ein ganz toller, sehr emotionsgeladener Abend der unheimlich viel Spaß gemacht hat und noch lange in mir nachgeklungen ist! 🙂

Ende Februar bin ich meine erste Tour als ehrenamtlicher Fahrer des Bürgerbusses gefahren. Es hat mich erstaunt, wie froh und dankbar die Fahrgäste sind, dass es diesen Bus gibt und wieviel Positives von den Fahrgästen an die Ehrenamtler zurückgegeben wird. Auch im März konnte ich noch eine Tour fahren und dann kam der erste Lockdown – der Bürgerbus durfte nicht mehr fahren.

Bei meiner Partnerin brachen die Umsätze als Dozentin ein – zum Glück nicht so stark wie befürchtet-, der geplante Urlaub mit ihrer Tochter wurde abgesagt, das Singen im Chor war nicht mehr erlaubt, auch die Winterarbeit an den Segelschiffen war nicht mehr möglich. Vereinsabende durften nicht mehr stattfinden.

Meine selbständige Tätigkeit boomte und bescherte mir relativ viel Arbeit, entsprechende Einnahmen und zufriedene Mandanten. Meine gesteckten Ziele hatte ich bereits im April erreicht und bis zum Jahresende habe ich meine Ziele weit übertroffen. 🙂

Ende April war dann klar, dass die geplanten Segelreisen nicht planungsgemäß stattfinden können. Also haben der Skipper und wir entschieden die Reisen nicht durchzuführen.

Im Garten wurde ein weiteres Hügelbeet angelegt und

ein lebender Weidezaun von 20 m Länge gepflanzt.

Im Haus habe ich begonnen das Gäste-WC komplett neu zu gestalten.
Das wurde viel langwieriger und umfangreicher als ich erwartet hatte und wurde erst im Herbst fertig.

Im Juni wurden dann die Corona-Beschränkungen gelockert.
Wir holten den eigentlich für Ostern geplanten Besuch der jüngeren Tochter meiner Partnerin in Bielefeld nach und überzeugten uns, dass sie dort eine sehr schöne Wohnung mit ihrem Verlobten gemietet hat. 🙂

Direkt anschließend ging ich mit einem Freund auf dessen Schiff, um ganz entspannt eine Woche auf der Ostsee zu segeln.
Mein Freund lebt in Hamburg, ich in Schleswig-Holstein.
In CORONA-Zeiten hieß das, als Schleswg-Holsteiner durfte ich ohne besonderen Anlass in Dänemark einreisen, als Hamburger musste mein Freund  die Reservierung für sechs Übernachtungen in dänischen Yachthäfen bei der Einreise vorweisen können, sonst wäre ihm die Einreise verboten.
Wir waren dann tatsächlich mit die ersten Deutschen, die am Tag der Grenzöffnung mit dem Segelschiff nach Dänemark gereist sind.
Es hat mich überrascht und ich war gerührt, wie begeistert wir von den Dänen begrüßt worden sind.
Auch wenn das Wetter nicht immer optimal war (siehe19.06.20 Des Seglers Freud und Leid ) haben wir die gemeinsame Zeit genossen.

Auch der Bürgerbus durfte wieder fahren und die Freude der Fahrgäste darüber war riesig.

Im Juli war dann Segeln angesagt (siehe 10.07.2020 – Segeln ist angesagt ) auch das war -wie es sich für so ein verkorkstes Jahr gehört – nicht ganz problemlos ( siehe 11.07.2020 – Segeln ist angesagt – das war gestern Morgen. und 13.07.2020 – Segeln ist angesagt ).
Aber wir haben es geschafft (siehe Segeltörn Rund Rügen – Tag 1 ) und hatten eine schöne Zeit zu Dritt auf einem Segelschiff.

Ab August stiegen dann die Corona-Fallzahlen wieder langsam aber stetig. Unseren Urlaub im Süden konnten wir vergessen. Dafür stieg die Vorfreude auf unser viertes Enkelkind, das dann am 08.09. das Licht der Welt erblickte. Ich wusste gar nicht mehr, dass Neugeborenen so winzig sind. 😉

Durch Tausch meines „Lastesels“
habe ich im September meinen
CO2-Fußabdruck dauerhaft
um fast
1.000 kg jährlich
vermindert. 🙂
Der neue „Lastesel“ fährt sich sehr gut und gefällt mir immer noch! 🙂

Im November hat es mich dann kalt erwischt.
Am 09.11. bekam ich meinen Puls und meinen Blutdruck nach dem Walken nicht in den Griff und mir war schwindelig. Ich klingelte, da meine Freundin, sie ist auch ausgebildete Krankenschwester,  glücklicherweise Urlaub hatte und Zuhause war. Sie gab mir Tipps zum richtigen Atmen und etwas zu trinken. Als die Blutdruckmessung dann 95 zu 50 bei einer Pulsfrequenz von 180 ergab, hat sie den Rettungsdienst angerufen.

Es war eine heftige Herzrhythmusstörung mit Vorhofflimmern. Zum Glück war es kein Herzinfarkt, meine Herzarterien sind nur geringfügig verkalkt.
Und mein Herz hat nach den erhobenen Befunden keine bleibenden Schäden erlitten! 🙂

Sport gab es für mich erst einmal nicht. Bewegen ja, aber alles schön ruhig. Auch ansonsten war erstmal „Schonung“ angesagt, damit mein Körper die Chance erhielt seinen normalen, gesunden Rhythmus wieder zu finden.
Erschreckt war ich darüber, wie sehr meine Kondition durch diesen „Vorfall“ beeinträchtigt wurde!
Nach Kauf einer Pulsuhr habe ich begonnen meine Kondition durch Spaziergänge mit gezielter Belastung wieder zu verbessern. Das ist mir ganz gut gelungen und nach einer Nachuntersuchung bei einem Kardiologen habe ich wieder mit Nordic-Walking begonnen. So langsam nähern sich meine Rundenzeiten wieder den Werten vor dem Vorhofflimmern, aber es fehlt schon noch ein bisschen. 🙂

Nordic Walking

Auch im Jahr 2020 bin ich regelmäßig walken gegangen. Meist tue ich das nach mindestens einem Becher Kaffee und vor der ersten Mahlzeit. Es tut mir gut und ist inzwischen so selbstverständlich geworden wie das Intervallfasten.
In 2020 habe ich mehr Runden gewalkt als jemals seit Beginn meiner Aufzeichnungen. 🙂
Trotz Urlauben und Zwangspause im November habe ich eine Runde mehr geschafft als drei Runden wöchentlich gewesen wären. dabei habe ich die Spaziergänge und langsamen Walkingrunden im November und Dezember noch nicht einmal mitgezählt.

Dazu ein bisschen Statistik (seit Beginn meiner Aufzeichnungen):

Rundenzeit ist die durchschnittliche Rundenzeit aller im betreffenden Jahr gewalkten Runden.
km/h ist die zur durchschnittlichen Rundenzeit gehörende Geschwindigkeit.

Meine durchschnittliche Rundenzeit in 2020 ist etwas niedriger als in 2019. Das kommt von den doch noch langsamen Runden im Dezember nach meiner Herzrhythmusstörung. Bis dahin lag ich etwas unter dem Wert von 2019. 🙂
Auch im Jahr 2020 habe ich wieder eine neue persönliche Bestzeit für die Doppelrunde geschafft.

Das freut mich natürlich! 🙂

fitmaxx5

2015 habe ich mir einen fitmaxx5 gekauft.
Plan war ihn dreimal die Woche zu nutzen und zwar immer an Tagen, an denen ich kein Nordic-Walking mache.

Der Plan hat nicht gut funktioniert!

Deshalb habe ich im Februar den Plan geändert und habe das Gerät immer nach dem Walken benutzt.

Das hat besser funktioniert, wie man aus der Tabelle rechts ersehen kann.
In der Tabelle sind die Anzahl der Trainigseinheiten je Jahr aufgeführt.
Im Jahr 2020 habe ich das Gerät 98 mal genutzt – das ist häufiger als in den Jahren 2016 bis 2019 zusammen (94 mal)!

Am 31.12.2019 zeigte die Waage 79,9 kg, heute am 31.12.2020 zeigte sie 82,0 kg an.

Leider habe ich es dieses Jahr nicht geschafft mein Gewicht unter 80 kg zu halten. 😦

Es war ein erfolgreiches Jahr! Und es war ein sonderbares Jahr!

Corona hat alles durcheinander gebracht und viel Schönes verhindert!
Aber es hat uns auch wieder bewusst gemacht, wie gut wir es haben!

Wir
– sind relativ gesund und fit, haben keine schwerwiegenden Erkrankungen
– haben keine Geldsorgen
– haben ein schönes Haus mit genügend Platz – auch für Gäste
– können ein großes Grundstück unser eigen nennen
– haben genug Fläche um eigenes Gemüse anzubauen
– leben auf dem Lande, es ist auch genug Platz um uns herum
– haben einen liebevollen, achtsamen Menschen an unserer Seite
– haben Familie und gute Feunde
um nur das Wesentliche zu nennen. 😉

Corona hat gespalten und uns näher gebracht.
Gespalten insofern als auch ein Mitglied meiner Familie zu den Corona-Leugnern und Verschwörungstheoretikern abgedriftet ist. Das belastet insbesondere ihre Eltern sehr und hat dazu geführt, dass der Rest der Familie auf Distanz gegangen ist.
Zu meiner Schwester, meinem Schwager und zur Familie meines Neffen ist der Kontakt näher und intensiver geworden. Das hat wohl auch damit zu tun, dass meine Schwester und mein Schwager seit Ende letzten Jahres statt 170 km nur noch 25 km entfernt von uns wohnen. 🙂

Das alles bei relativ guter Gesundheit und liebevoll begleitet von meiner wunderbaren Partnerin!

Der Paukenschlag kam heute!

Meine Partnerin musste heute arbeiten. Neben ihrer Dozententätigkeit arbeitet sie halbtags als angestellte Qualitätsmanagerin in einem ambulanten Pflegedienst.
Eine Kollegin aus dem Büroteam und deren Freundin, die im gleichen Pflegedienst in der Pflege arbeitet, sind positiv auf Corona getestet worden!!!!

Die Hygienemassnahmen in dem Pflegedienst sind sehr gut und werden strikt eingehalten.
Deshalb denke ich mal positiv und gehe davon aus, dass sich meine Partnerin NICHT angesteckt hat.
Sie wird Schnelltests mitbringen, dann können wir testen ob ich recht habe.

Ich wünsche allen einen guten Start in das neue Jahr und bleibt gesund!!!

7 Gedanken zu “2020-Jahresrückblick

  1. Danke für die guten Wünsche!
    Komm auch gut ins neue Jahr

    Dir gefällt unser Garten? Ich würde gerne die Person persönlich kennen lernen,
    die so einen schönen Blog schreibt.
    Vorschlag von mir: wenn die ganze Coronasch…. im nächsten Sommer hoffentlich etwas entspannter ist, kommst Du den Garten erleben und wir lernen uns persönlich kennen. Kaffee/Tee und Kekse/Kuchen schmecken in der Sonne auf dem Rasen auch echt gut. 🙂
    Viele Grüße
    Jens

    Gefällt mir

  2. Lieber Jens,
    was fuer ein bewegtes Jahr. Danke fuer die schoenen Einblicke!
    Ich druecke die Daumen, dass die Tests negativ ausfallen und auch das Corona Kapitel bald abgeschlossen werden kann.
    Alles Gute und einen guten Rutsch,
    Luisa

    Gefällt 1 Person

      1. Moin Jens,
        Danke für den Tipp! 🙂
        Das Käsefondue ist aber noch nicht auf dem Tisch, also bin ich mit 2020 noch nicht ganz fertig.
        Ist aber nur eine Frage der Zeit. 😉
        Viele Grüße,
        Luisa

        Gefällt 1 Person

  3. Liebe Luisa,
    danke für die guten Wünsche und das Daumendrücken!
    Dir auch Alles Gute und einen guten Rutsch ins Jahr 2021.
    Marina geht auch davon aus, dass sie sich NICHT angesteckt hat.
    Deswegen warten wir mit dem Schnelltest noch bis zum Wochenende.
    Nur wenn ihr Test dann positiv ist, werde ich mich auch testen.
    Wir rutschen dann schon mal vor in knapp drei Stunden. 😉
    Liebe Grüße
    Jens

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