01.07.2020 – 41 Monate Intervallfasten – mein Fazit

Fazit nach einundvierzig Monaten Intervallfasten

W-2020-07-01Davon
4 Monate 5:2 Ernährung,
14 Monate 6:1 Ernährung und
23 Monate Kurzzeitfasten 16:8.

Mit der 79 vor dem Komma zum Monatsfazit hat es nicht geklappt, die Zeit seit dem letzten Wiegetag vorgestern war einfach zu knapp.
Aber ich bin schon ziemlich dicht rangekommen. 😉
Vorgestern hatte ich nicht viel Hunger und habe einen Tag mit nur einer Mahlzeit von ca. 900 kcal eingelegt und auch gestern habe ich nicht sehr viel gegessen und genascht.

Im Januar 2018 musste ich ins Krankenhaus und mich operieren lassen.
Im Anschluss an den Krankenhausaufenthalt habe ich keine TmwK (Fastentage) gemacht, sondern meine Ernährung vorübergehend (für sechs Wochen) auf Intervallfasten in der Form 16:8 (Kurzzeitfasten) umgestellt, weil das besser zu meiner Situation nach dem Krankenhausaufenthalt passte.

Seit Anfang September 2018 muss ich nicht mehr zur Arbeit gehen, bin Zuhause und habe meine Ernährung wieder auf Intervallfasten in der Form 16:8 (Kurzzeitfasten) umgestellt, weil das besser zu meiner Lebenssituation passt.

Vier Monate habe ich gebraucht um mein Ziel-/Wunschgewicht zu erreichen.
Siebenunddreißig Monate lang halte ich dieses Gewicht nunmehr fast problemlos.

Positive Veränderungen

  • meine chronischen Gelenkschmerzen sind nahezu vollständig verschwunden
  • mein Heißhunger auf Süßes ist fast vollständig verschwunden
  • ich fühle mich leistungsstärker und energievoller
  • meine Grundstimmung hat sich verbessert
  • das Gefühl satt zu sein wird wieder wahr genommen und beachtet
  • ich esse bewusster und mit mehr Genuss
  • ich schlafe besser und schnarche nicht mehr
  • auch mit intuitivem Essen kann ich mein Gewicht halten

Mein Grundumsatz sank um täglich 178 kcal,
mein Gesamtumsatz sank um täglich 268 kcal.

Gewicht

02.01.2017 Gewicht 92,6 kg, das soll sich ändern, Ziel 85 kg
31.01.2017 Gewicht 91,8 kg, Start meiner 5 zu 2 Ernährung
01.01.2018 Gewicht 79,1 kg
05.01.2018 Gewicht 76,6 kg, niedrigstes Gewicht seit über 30 Jahren!!!
10.09.2018
Gewicht 81,3 kg, Wechsel auf Kurzzeitfasten in der Form 16:8
31.12.2018
Gewicht 79,5 kg
31.12.2019 Gewicht 79,9 kg
01.07.2020 Gewicht 80,3 kg

Zusammenfassung der Messwerte:

Gewicht: ———–> -12,3 kg, von 92,6 kg auf 80,3 kg
BMI: —————–> – 3,6 von 26,8 auf 23,2
Bauchumfang: –> -17,5 cm, von 106,5 cm auf 89,0 cm
Körperfett: ——-> -5,9 %, von 23,9 % auf 18,0 % (=7,4 kg)

Grafisch sieht das Ganze dann so aus:

2018-01-01 mein weg zum wunschgewicht

2018 wunschgewicht halten2019-12-31 Mein Weg zum Wunschgewicht

2020-07-01 Mein Weg zum Wunschgewicht

Mein persönliches Fazit

Meine Begeisterung für diese Form der Ernährung ist nach wie vor ungebrochen – diese Ernährungsumstellung war eine der besten Entscheidungen in meinem Leben!
Intervallfasten
ist für mich selbstverständlicher und unverzichtbarer Teil meines Lebens geworden.
Dabei ist es egal, welche Form des Intervallfastens (5 zu 2, 6 zu 1 oder Kurzzeitfasten in der Form 16:8) ich gerade nutze.
Zumindest mir war es bisher problemlos möglich von einer Form zu einer anderen zu wechseln. So kann ich Intervallfasten optimal an meine aktuelle Lebenssituation anpassen. Die vielen positiven Auswirkungen des Intervallfastens bleiben erhalten.
Wenn ich auf Reisen bin, findet Kurzzeitfasten nur eingeschränkt statt. Auch hier ist es mir problemlos möglich Zuhause wieder zum „normalen“ Rhythmus zurück zu kehren.
Für mich große Vorteile dieser Form der Ernährung.

Ich freue mich über die vielen positiven Auswirkungen – ganz besonders natürlich über das nahezu vollständige Verschwinden meiner chronischen Gelenkschmerzen.
Es fällt mir meistens nicht schwer Vormittags nichts zu essen und meine erste Mahlzeit erst ab 14:00 Uhr zu mir zu nehmen. Nennenswerte Hungergefühle oder andere „Beeinträchtigungen“ habe ich dabei nicht!

Faszinierend und spannend finde ich, dass der Wechsel von Intervallfasten in der Form der 5 zu 2 Ernährung zum Kurzzeitfasten in der Form der 16:8 Ernährung in beide Richtungen problemlos funktioniert und auch das Kurzzeitfasten dafür gesorgt hat, dass meine chronischen Gelenkschmerzen fern geblieben sind.

Ohne bewusste Entscheidung hat sich meine Ernährung durch die intensive Beschäftigung mit dem Essen in der ersten Zeit der Ernährungsumstellung „automatisch“ verändert. Ich esse weniger Süßes, mehr Gemüse, mehr Eiweiß und ich koche häufiger.
Zusätzlich achte ich noch mehr auf die Qualität der Lebensmittel, die ich einkaufe.

Kalorien habe ich nur noch an den TmwK gezählt. An allen anderen Tagen esse ich intuitiv.
Das heißt, ich esse NUR wenn ich Hunger habe und dann bis ich satt bin. Dabei verzichte ich auf nichts und esse alles, worauf ich gerade Appetit habe.

Dadurch hatte es sich ergeben, dass ich an Tagen, an denen ich Zuhause bin, sehr oft Kurzzeitfasten in der Form 16:8 machte. Ich frühstücke dann erst wenn ich Hunger habe und das ist meist erst gegen 14:00 Uhr der Fall. Bis dahin gibt es nur Kaffee, Tee und Wasser.2020-07-01 GewAnWT

Wie man sehen kann, klappt das ganz gut. Denn seit nunmehr 37 Monaten habe ich damit mein Gewicht im Bereich zwischen 76,6 kg und 82,3 kg gehalten.
Sieht das nicht aus wie eine klassische Gaußsche Verteilung??? 🙂
Gewicht-KH

Mal abgesehen von den Wassereinlagerungen, die nach dem Krankenhausaufenthalt mein Gewicht auf stolze 83,2 kg hoch getrieben hatten, aber vier Tage nach der Entlassung aus dem Krankenhaus auch wieder abgebaut waren( siehe Grafik rechts).

 

 

 

 

 

Nach einundvierzig Monaten ist die Gefahr, in alte Gewohnheiten zurück zu fallen, verschwunden.
Selbst wenn ich mal meine Stimmung mit Schokolade, Keksen oder anderen Leckereien aufgehellt habe, gleiche ich das inzwischen fast automatisch durch weniger essen aus. Außerdem schaffe ich einfach nicht mehr die Mengen Schokolade, die ich vor der Umstellung problemlos in mich hineinschaufeln konnte – mir wird jetzt schlecht, wenn ich zuviel Süßes esse.

Wenn ich mal -wie über die Feiertage- über die Stränge schlage, weiß ich dass mein Gewicht nach oben gehen wird. Mittlerweile geht es mehr oder weniger problemlos auch wieder nach unten, wenn ich meinen Rhythmus einhalte und dabei intuitiv esse. Deshalb kann ich solche „Rückschläge“ viel gelassener sehen als am Anfang meiner Ernährungsumstellung.

Zusätzlich zur Ernährungsumstellung habe ich im Januar 2017 auch begonnen wieder regelmäßig Nordic Walking zu machen. Pro Woche walke ich drei bis vier meiner 4,4 km langen Runden. Walken gehe ich meist Montags, Mittwochs und Freitags nach mindestens einem Becher Kaffee und vor der ersten Mahlzeit (siehe: Wiegen nach dem Walken – warum???). Tage an denen ich nicht walken kann, gleiche ich durch Doppelrunden an anderen Tagen aus.
Es tut mir gut und ist inzwischen so selbstverständlich geworden wie das Intervallfasten.

Die letzten zweiundzwanzig Monate

Mal abgesehen von zwei Tagen im November 2018 (Abschiedsfrühstück und Entlassungsurkunde abholen) war ich komplett Zuhause.
Das gefällt mir ausgesprochen gut !!!
Für mich ist das ein deutlicher Gewinn an Lebensqualität!!! 🙂
Mit Kurzzeitfasten komme ich gut klar.
Allerdings war und bin ich doch immer ein wenig inkonsequent und habe morgens, direkt nach dem Aufstehen etwas Schokolade oder Schoko-Müsli genascht.
Langeweile ist übrigens bei mir noch nicht aufgekommen. Ich habe mein Leben etwas entschleunigt. Stehe meist erst zwischen 07:00 und 07:30 Uhr auf und lasse alles etwas ruhiger angehen.
Damit mein Gehirn nicht einrostet habe ich mich in meinem gelernten Beruf selbständig gemacht. Das ist sehr angenehmes Arbeiten, weil kein Druck da ist Geld verdienen zu müssen und ich selbst bestimmen kann wie viel ich tun möchte.
Zusätzlich habe ich erfreut festgestellt, dass ich sehr viele sehr positive Anerkennung für meine geleistete Arbeit erhalte! 🙂
Ich reise mehr und habe begonnen meine Träume in die Tat umzusetzen.
Das gefällt mir ausgesprochen gut! 🙂

Wie geht es weiter?

Da ich seit 10.09.2018 Zuhause bin, habe ich meine Ernährungsform auf Kurzzeitfasten in der Form 16:8 geändert, weil das einfach besser zu meinem Tagesablauf passt.

TmwK (Fastentag) wird es nicht mehr geben, solange mein Gewicht unter 82 kg bleibt und meine chronischen Gelenkschmerzen weiterhin fernbleiben.

Wiegetage wird es natürlich weiterhin geben. 😉

An die 79 vor dem Komma auf der Waage habe ich mich so gewöhnt, dass ich mein Gewicht dauerhaft unter 80 kg halten will.
Abgesehen von den Monaten August und September 2018 und Juli 2019 hat das bisEnde November 2019 ganz gut funktioniert (siehe oben).

Seitdem fiel es mir zunehmend schwerer mein Gewicht unter 80 kg zu halten (siehe Beitrag Gewichtsplateau? vom 11.02.2020).
Seit Mitte Februar 2020 habe ich mehr getrunken und deutlich mehr Eiweiß gegessen.
Wenn ich mir die Wiegeergebnisse seit März 2020 anschaue, sehe ich, dass die großen Gewichtssprünge verschwunden sind und meine Wiegeergebnisse ziemlich konstant eine 79, oft sogar eine 78 vor dem Komma hatten! 🙂
Auch das Gefühl ständig Hunger zu haben ist inzwischen wieder verschwunden.
Der Plan hat funktioniert!  🙂
Also werde ich so weiter machen und gehe davon aus, dass ich mit Kurzzeitfasten mein Gewicht unter 80 kg halten kann.
Im Bedarfsfall werde ich an ein oder zwei Tage einer Woche nur eine Mahlzeit mit 700 bis 900 kcal zu mir nehmen, das hat mir gut gefallen und war sehr effektiv! 😉

Meine Gelenkschmerzen sind glücklicherweise immer noch nahezu ganz verschwunden und das obwohl ich es immer noch nicht geschafft habe die morgendlichen Naschereien einzustellen.

Bleibt gesund!!!

Ein Gedanke zu “01.07.2020 – 41 Monate Intervallfasten – mein Fazit

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