18.01.2018 – Wiegetag – nach Krankenhausaufenthalt

Wiegetag – Ergebnis:
Ampel-rot


Mein Ergebnis seit dem letzten Wiegetag:

Bauchumfang 90,0 cm (-0,0 cm),
Gewicht 83,2 kg (+5,7 kg),
BMI 24,0 (+1,6),
Körperfettanteil 19,4 % (+3,4 kg).

 

Seit dem Start sind das:

Bauchumfang -16,5 cm, Gewicht -8,6 kg, BMI -2,5, Körperfett -5,8 kg.

W-48
Das verstehe ich nicht!!!

Um 5,7 kg zuzunehmen hätte ich 39.900 kcal über meinem Bedarf essen müssen. Und das in 10 Tagen, das sind täglich 3.990 kcal!
Am Tag meiner Operation habe ich 0 kcal zu mir genommen. Den Bedarf dieses Tages hätte ich auch noch zusätzlich zu mir nehmen müssen. Das heißt ich müsste in 9 Tagen 41.500 kcal über meinem Bedarf zu mir genommen haben.
Das habe ich mit Sicherheit nicht getan.

Für mich bedeutet das, dass hier, bedingt durch die schwere Operation, Dinge in meinem Körper passieren, die ich nicht kenne und verstehe.
Dafür spricht auch, dass trotz eines Mehrgewichtes von 5,7 kg mein Bauchumfang NICHT zugenommen hat.

Eine mögliche Erklärung wären Wassereinlagerungen nach der Operation. Der Körper braucht zur Heilung sehr viel Proteine (Eiweiß). Auch wenn ich versucht habe im Krankenhaus möglichst viel davon zu essen, kann es durchaus zu einem kurzzeitigem Proteinmangel gekommen sein. Darauf reagiert der Körper mit vermehrter Wassereinlagerung. Die würden sich dann mit zunehmender Genesung und damit Normalisierung des Proteinhaushaltes abbauen und dann zu relativ starken Gewichtsrückgängen führen, die ebenfalls nicht mit Ernährung zu erklären wären.

Was tun mit diesem Ergebnis – wie weiter machen?

Zunächst einmal nicht in Panik verfallen! Dann in meinen Körper horchen und in Ruhe überlegen, was für meinen Körper und mich wohl das Beste ist.
Ok, ich bin aus dem Krankenhaus entlassen worden, aber das heißt ja nicht, dass ich wieder völlig hergestellt und voll leistungsfähig bin. Ganz im Gegenteil. Nach Auskunft des operierenden Arztes wird es 4 – 6 Wochen dauern bis die inneren Wunden komplett verheilt sind. Und auch die von der Operation betroffenen Organe brauchen noch eine ganze Zeit um sich zu regenerieren und zu voller Funktionsfähigkeit zurück zu gelangen.
Von daher denke ich ist es gut Geduld zu haben und meinem Körper Zeit zu geben sich von der Operation zu erholen.
Zunächst bin ich bis Ende Januar krank geschrieben, kann also Zuhause in aller Ruhe viel für meinen Körper und mich tun.
Sport und körperliche Anstrengungen sind mir zur Zeit noch untersagt – und ehrlich, mein Körper wäre dazu zur Zeit auch gar nicht in der Lage.
Nach dem heutigen Wiegeergebnis hatte ich spontan die Idee heute einen TmwK zu machen. Mein Körper hat mir eindeutig signalisiert – DAS ist keine gute Idee. Allein der Gedanke an einen TmwK in nächster Zeit fühlte sich überhaupt nicht gut an. Also erstmal keine TmwK mehr.
Aber natürlich möchte ich auch, dass meine chronischen Gelenkschmerzen fern bleiben.

Deswegen habe ich mich entschieden für unbestimmte Zeit von Intervallfasten in der Form 5:2 bzw. 6:1 auf Intervallfasten in der Form 16:8 (auch Kurzzeitfasten genannt) zu wechseln.
Die Wirkungen des Kurzzeitfastens auf die körperliche Gesundheit sollen die gleichen sein wie beim Intervallfasten.

Bai dieser Form der Ernährung gibt es ein tägliches Zeitfenster von 8 Stunden in denen gegessen werden darf. Dabei gibt es keine verbotenen Dinge. Natürlich muss man, wenn man abnehmen möchte dafür sorgen, dass man weniger kcal zu sich nimmt als man verbraucht. Und natürlich sollte man sich in dieser Zeit möglichst gesund und ausgewogen ernähren. Die übrigen 16 Stunden des Tages wird nur getrunken, aber nichts gegessen.

Das Zeitfenster zum Essen für mich habe ich auf 12:00 bis 20:00 Uhr festgelegt.
Ich werde versuchen in dieser Zeit konsequent intuitiv zu essen, das heißt:

kein Zählen von kcal
essen insbesondere das, worauf ich Appetit habe
habe ich Hunger, esse ich bis ich satt bin
habe ich keinen Hunger esse ich nicht
auf Naschereien zwischendurch möglichst verzichten

Dabei vertraue ich darauf, dass mein Körper am Besten weiß, was und wieviel er gerade braucht.
Auch wenn Vertrauen gut ist, werde ich -zumindest überschlägig- im Auge behalten dass die kcal die ich zu mir nehme nicht meinen derzeitigen Gesamtumsatz übersteigen.
Zunächst hat meine völlige Genesung Vorrang vor der Erreichung meines Wunschgewichtes oder gar meiner Komfortzone von unter 80 kg.

Nun bin ich gespannt wie es mir mit dieser Änderung gehen wird und welche Auswirkungen auf mein Gewicht sich dadurch ergeben werden.

 

 

 

 

 

12 Gedanken zu “18.01.2018 – Wiegetag – nach Krankenhausaufenthalt

  1. Das ist mit Sicherheit Wasser, alles andere kann ja gar nicht sein. Ich habe übrigens auch eine Körperfettwaage, der ich allerdings keine großen Rechenkünste zuschreibe. Nach ihr bestehe ich zu 55% aus Muskeln, 45 % Wasser und 40% Fett. Kommt nicht so ganz hin.
    Ich hoffe es geht dir bald wieder richtig gut!
    Viele Grüße,
    Luisa

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    1. Danke Luisa für Deine guten Wünsche und Deine aufbauenden Worte!
      Auch meine Körperfettwaage kommt auf mehr als 100 % wenn ich die einzelnen Prozentwerte zusammenrechne. Das hat mich natürlich neugierig gemacht und ich habe vor einiger Zeit die Erklärung dafür auf der Seite eines Waagenherstellers gefunden:
      „Woran liegt es, dass die Summe aller ermittelten Körperwerte mehr als 100 Prozent ergibt?

      Bei der Messung der Anteile von Körperfett, Muskeln und Wasseranteil werden die absoluten Werte gemessen. Da sowohl Fett- als auch Muskelzellen zu einem bestimmten Prozentsatz auch aus Wasser bestehen, wird dieser Wasseranteil im Prinzip doppelt gezählt. Der Wert über 100 Prozent, der sich aus der Addition ergibt, ist variabel, da sich bei Zunahme bzw. Abnahme von Fett- und Muskelzellen* auch die Wasseranteile verändern.

      *(Fettzellen haben einen Wasseranteil von etwa 25 Prozent, Muskelzellen hingegen enthalten rund 75 Prozent Wasser.)

      https://my.soehnle.com/de/portal/haeufig-gestellte-fragen.htm?detail=50&suchwort=

      Liebe Grüße
      Jens

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      1. Oh ja, das macht Sinn, danke sehr 🙂
        Trotzdem würde ich dann meiner Waage nach aus 100% Muskeln oder Fett bestehen. Sind da nicht noch ein paar Knochen und Organe bei? Außerdem kann man einen so hohen Körperfettanteil haben, und im Normalgewicht sein ohne Bauch und so? Hmmm… Fragen über Fragen ^^

        Liken

      2. Hallo Luisa,
        diese Waagen sind relativ ungenau. Je weniger Elektroden sie haben umso ungenauer sind sie.
        Die üblichen Waagen haben nur 2, besser 4 Elektroden auf der Trittfläche, mit denen ein Strom von einem
        Fuß in den anderen geschickt wird und der Widerstand gemessen wird. Aus dem gemessenen Widerstand werden dann die Anteile nach einer Formel berechnet. Hierbei wird nur der Körper bis zur Hüfte gemessen.
        Für eine genauere Messsung braucht es mehr Elektroden. Es gibt auch noch Waagen mit Elektroden in zusätzlichen Handgriffen, da wird dann
        der ganze Körper gemessen.
        Die zur Berechnung der Anteile benutzte Formel bezieht sich auf den Durchschnittsmenschen, auch das bietet natürlich Unsicherheiten.
        Je mehr Informationen die Waage über den Benutzer hat (Alter, Geschlecht, Größe, Aktivitätsindex) umso besser kann sie die Formel an den Benutzer anpassen und umso genauer werden die Ergebnisse.
        In Tests liegen die Besten Waagen bei 70 – 90 % Meßgenauigkeit.
        Ein wirklich zutreffendes Ergebnis wird wohl nur eine Untersuchung bei einem Sportmediziner ergeben.
        Solche Waagen sind wohl eher dazu geeignet eine Entwicklung zu verfolgen.
        Unabhängig davon scheint mir Deine Waage allerdings ein Sonderfall zu sein.
        Ein Körper mit 55% Muskelanteil und gleichzeitig 40% Fettanteil erscheint mir rein biologisch unmöglich. 🙂
        Für eine junge Frau wie Dich wird gelten 34 bis 39 % Muskelanteil und 21 bis 33 % Fettanteil als Normalbereich.
        Meine Waage ist da schon realistischer mit 41,1 % Muskelanteil und 17,9 % Fettanteil bin ich im Normalbereich.
        Meine Waage zegte heute 80,4 Kg Gewicht an. Addiere ich die heutigen Einzelwerte (Fett 14,4 kg, Wasser 44,1 kg, Muskeln 33,0 kg, Knochen 10,4 kg) lande ich allerdings bei 101,9 Kg. 🙂
        Grundsätzlich kann man natürlich auch bei Normalgewicht einen zu hohen Körperfettanteil haben. Dabei handelt es sich dann meist
        um das viszerale Fett, welches sich um die inneren Organe legt und als Energiespeicher und Schutz für die Organe wirkt.
        Allerdings erhöht dieses in der Regel den Bauchumfang.
        Sollte Dein Bauchumfang größer sein als die Hälfte Deiner Körperlänge, dann solltest Du Dich mit dem Thema vertieft auseinandersetzen.

        Liebe Grüße
        Jens

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      3. Hallo Jens,
        Vielen Dank für deine ausführliche Antwort! 🙂
        Dass ich zuviel Bauchfett habe, wage ich auszuschließen. Mein Taille zu Hüft Verhältnis liegt bei 0,69 und der online Test wollte mir schon Untergewicht bescheinigen. Das habe ich garantiert nicht, bin im oberen Drittel des Normalgewichts angesiedelt.
        Dann habe ich wohl eine demotivierende Waage erwischt 😉 trotzdem möchte ich gerne meinen Muskelanteil erhöhen und ein wenig Fett loswerden (ein guter Vorsatz für 2018, der hoffentlich anhält!). Krafttraining Zuhause mit meinem Körpergewicht und eiweißreiche Ernährung steht auf dem Plan und ich bin gespannt, wie es sich entwickelt.
        Liebe Grüße!
        Luisa

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      4. Übrigens: Nach dem, was du mir erklärt hast zum Wasseranteil in Muskeln und Fett müsste deine Rechnung fürs Zusammenzählen der einzelnen Werte folgendermaßen lauten:
        Fett * 0,75 + Muskeln * 0,25 + Wasser + Knochen
        Das ergibt dann auch bei deinen oben angegebenen Werten 73,55 kg und ist plausibel 🙂

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      5. Hallo Luisa,
        Du bist ja nahe an einem Rechengenie. 😉
        Nachdem es mir gestern richtig gut ging, hatte ich heute einen Hängetag und ich habe den Tag auf dem Sofa verbracht
        und mich von meiner Freundin verwöhnen/pflegen lassen – man, was habe ich es gut!!!
        Von daher war mir nicht nach weiteren Rechenaktionen.
        Aber dein Rechenergebnis tröstet mich, hat meine Waage doch in Tests eine Meßgenauigkeit von 79% gehabt.

        Auch wenn viele der Bilder in Deinem Blog Dich in dicker, warmer Kleidung zeigen, gehe auch ich davon aus,
        dass Du NICHT zuviel Bauchfett hast.
        Muskelaufbau ist anstrengend und langwierig, sei also nicht frustriert, wenn es nur langsam vorangeht.
        Ich wünsche Dir jedenfalls ganz viel Durchhaltevermögen und Erfolg für Dein Vorhaben.
        Soweit ich Dich aus dem was ich in Deinem Blog lesen konnte einschätzen kann, bin ich sehr zuversichtlich, dass Du das schaffst!

        Liebe Grüße
        Jens
        P.S. Auch wenn Kommentare einen Blog beleben wäre es eine Überlegung wert, solchen umfangreichen
        Gedankenaustausch per Email zu führen. Wie ist Deine Meinung dazu?

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      6. Danke schön und ich wünsche dir weiterhin gute Besserung und umfangreiche Pflege 😉
        Email wäre auch gegangen, hat sich in diesem Fall halt nur hier entwickelt.
        Lass es dir gut gehen und Grüße aus dem Yukon!
        Luisa

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